Worte finden – auch mit Demenz. Genau dazu lädt der Verein Die Wortfinder e.V. mit seinem ersten bundesweiten Schreibwettbewerb für Menschen mit einer Demenzerkrankung ein.
Im Rahmen des Projekts „Von wegen sprachlos!“ zeigt sich, dass kreatives Schreiben Türen öffnen kann. Erinnerungen werden wach, Gefühlen belebt und Ausdrucksmöglichkeiten genutzt, die oft unterschätzt werden. In Schreibwerkstätten in ganz Deutschland sind bereits zahlreiche eindrucksvolle Texte entstanden.
So konnte Frau Haarschmidt aus dem Vogtland, die recht jung an Demenz erkrankte, 2024 die Jury mit ihrem Artikel überzeugen. Zu diesem Zeitpunkt richtete sich der Wettbewerb noch an alle Menschen mit geistigen Behinderungen. Sie zeigte stolz, dass auch Menschen mit Demenz weiterhin aktiv sein können.
Nun richtet sich der Wettbewerb ausschließlich an Menschen mit Alzheimer oder einer anderen Demenzform, unabhängig vom Stadium der Erkrankung. Es ist nicht zwingend notwendig, dass selbst geschrieben wird. Menschen mit Demenz können ihre Gedanken auch diktieren und von anderen auf's Papier bringen lassen.
Inhaltlich gibt es bewusst keine festen Vorgaben. Ob persönliche Erinnerungen, erfundene Geschichten, kurze Gedanken, Gedichte oder Wortspiele – alles ist erlaubt. Auch Länge und Form sind frei wählbar. Themen wie Gefühle, Heimat, Veränderungen oder Lebensweisheiten können Impulse geben, müssen aber nicht aufgegriffen werden.
Eine Jury wählt die besten Texte aus, die anschließend in einem Buch veröffentlicht werden. Einsendeschluss ist der 26. Juni 2026.
Weitere Informationen, Teilnahmebedingungen und kreative Schreibanregungen gibt es unter:
www.diewortfinder.com
Warum das wichtig ist:
Der Wettbewerb macht sichtbar, was im Alltag oft übersehen wird: Menschen mit Demenz sind nicht sprachlos. Sie haben etwas zu sagen und kreative Formate können dabei helfen, diesen Ausdruck zu ermöglichen und zu stärken.
Text in Anlehnung an die Pressemitteilung von Die Wortfinder e.V.
Bildquelle: Pexels von Pixabay
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