Ein neues Forschungsprojekt soll die häusliche Versorgung von Menschen mit Demenz und ihren pflegenden Angehörigen verbessern: Unter Federführung des DZNE startet das Projekt „living@home“ in fünf Bundesländern. Gefördert durch den Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) mit rund 5,5 Millionen Euro bis Ende 2028, zielt das Projekt darauf ab, Betroffene durch ein App-gestütztes Angebot zu entlasten und die Versorgung zu Hause langfristig zu stabilisieren.
Die meisten Menschen mit Demenz werden Zuhause von An- und Zugehörigen gepflegt und betreut. Diese Aufgabe kann zeitintensiv und belastend sein. Mit dem Projekt "living@home" soll ermöglicht werden, Menschen mit demenziellen Veränderungen so lange wie möglich in ihrer vertrauten Umgebung zu halten und gleichzeitig die Angehörigen zu unterstützen.
Speziell geschulte Angehörigenpflege-Experten begleiten die Betroffenen und ihre Angehörigen über Gedächtnisambulanzen. Kernstück ist eine App für Smartphone und Tablet, über die Angehörige ihre Situation regelmäßig erfassen und direkt mit Pflegefachpersonen per Chat oder Video kommunizieren können. Die App liefert zudem praxisnahe Informationen und Tipps für die häusliche Pflege.
Das Projekt soll über ein Jahr ca. 500 Paare ("Dyaden") begleiten. Getragen wird das Vorhaben u. a. von Universitäten, Kliniken, Krankenkassen und Pflegeeinrichtungen, die gemeinsam daran arbeiten, dass pflegende Angehörige mehr Entlastung und Sicherheit im Alltag erhalten.
Weitere Informationen gibt es hier: https://www.dzne.de/forschung/studien/projekte-der-versorgungsforschung/livingathome/
Text in Anlehnung an Pressemitteilung des DZNE
Bildquelle: Tyler Franta von unsplash
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