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Ein- und Ausblicke… unsere Auftakt-Veranstaltung zum Welt-Alzheimertag

30. September 2020 In eigener Sache

Ein- und Ausblicke… unsere Auftakt-Veranstaltung zum Welt-Alzheimertag

Am 21.09.2020 war dieses Jahr der Welt-Alzheimertag. Am 20.09.2020 haben wir gemeinsam mit den staatlichen Kunstsammlungen Dresden, dem Dresdner Pflege- und Betreuungsverein, der Dresdner Alzheimer Gesellschaft mit Mitteln der Stadt Dresden eine Auftakt-Veranstaltung im Albertinum organisiert.

Die Veranstaltung fand unter Hygieneschutzregeln, die freundlicherweise vom Gesundheitsamt Dresden im Vorfeld geprüft wurden, statt. Bis zu Letzt war es uns nicht sicher, ob es nicht doch noch wegen steigender Fallzahlen zu einer kurzfristigen Absage kommt.

Die Gäste konnten während des Einlasses dem wunderschönen Klavierspiel von Herrn Stefan Schreiber an einem August-Förster Piano lauschen, sich mit dem Raum und den Hygienebedingungen vertraut machen und einen ersten Überblick über den Markt der Möglichkeiten verschaffen. Nach der Begrüßung durch Herrn Dirk Burghardt, kaufmännischer Direktor der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, hielt Frau Dr. Kristin Klaudia Kaufmann (Bürgermeisterin Dresden) eine bewegende Rede über Demenz und ehrte anschließend zusammen mit Frau Ulla Klinger (GerDA-Dresden) unsere Projektleiterin Frau Steffi Bartsch für ihr langjähriges und besonderes Engagement im Bereich Demenz.

Wie im Vorjahr, konnten wir wieder Herrn Prof. Dr. Dr. Donix (Chefarzt am Uniklinikum Dresden) gewinnen, der uns in einem Vortrag Einblicke in seine tägliche Arbeit bei der Diagnostik von Gedächtnisstörungen gab. Nicht immer ist es die Alzheimer-Demenz, die vergesslich macht. Es kann z.B. auch eine Schilddrüsenerkrankung sein. Umso wichtiger ist hier eine genaue Diagnose, die man nur mit verschiedenen Instrumenten bekommt. Besonders eindrücklich schilderte er die Sorgen einer Patientin, die plötzlich immer vergesslicher wurde.

Im Anschluss daran gab uns die Dresdner Musiktherapeutin Jeannette Nötzold im Hermann-Glöckner-Saal Einblicke in die Musiktherapie bei dementiellen Erkrankungen. Sie zeigte auf was man beim Einsatz von Liederbüchern und Instrumenten achten sollte und wie man mit Liedern verloren gegangene Erinnerungen wieder wecken kann. Frau Anne Kruck und Ulrike Duschek von der Dresdner Alzheimer Gesellschaft gewährten uns Einblicke in die Arbeit von Selbsthilfe- und Angehörigengruppen und erklärten weshalb der Austausch untereinander wichtig und hilfreich ist.

Gleichzeitig wurden von den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden begleitete Führungen für Menschen mit Demenz im Museum angeboten. Unter anderem ging es auch zur „Frau auf dem Söller“. Ein Gemälde des Namensgebers der Uni-Klinik Dresden, Carl Gustav Carus.

Am „Markt der Möglichkeiten“ waren insgesamt 12 Info-Stände von Beratungsangeboten und Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen mit Demenz vertreten.

Erstmals in dem Jahr war Herr Marian Kollaske aus Pirna mit dabei, der sein dänisches Klangkissen "Inmu" vorstellte. Ein innovatives, wunderbares Mittel zur Aktivierung bettlägeriger Menschen, welches es in zwei Varianten gibt.

Als weiteres musikalisches Highlight war dieses Jahr wieder Frau Karin Knitt von der Musikschule Goldenes Lamm anwesend. Die Musikgeragogin stellte die musikalischen Möglichkeiten der Veeh-Harfe vor.

Premiere hatten dieses Mal auch Frau Jana Trobisch und Herr Louis Lay vom Seniorenportal-Dresden. Beide bieten Seniorenbegleitungen in Dresden an und betreuen Menschen mit Demenz in ihrer Häuslichkeit.

Ihr erstes Mal hatte auch die TU Dresden, die sich im Bereich Forschung für Menschen mit Demenz engagiert. Sie stellten ihr aktuelles Forschungsvorhaben vor, dass sich mit der Frage beschäftigt, ob man Menschen mit einer Demenz am Geruch erkennen kann. Möglicherweise äußert sich ein veränderter Stoffwechsel auch im Körpergeruch, was bei der Diagnostik der Erkrankung unterstützend sein kann.

Das Schlösserland Pillnitz und die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden waren ebenfalls vertreten und stellten Möglichkeiten vor, wie man die kulturelle Teilhabe für Menschen mit Demenz fördern kann.

Die Stadt Dresden (Gesundheits- und Sozialamt), der Dresdner Pflege- und Betreuungsverein, die Dresdner Alzheimer Gesellschaft, die Landesinitiative Demenz Sachsen, die Geriatrie-Netzwerke Sachsens sowie die GerDA-Beratungsstellen Dresden durften bei dieser Veranstaltung natürlich nicht fehlen.

Alle Mitwirkenden trugen dazu bei, dass diese Veranstaltung, deren Durchführung die bis zuletzt aufgrund steigender CoVID-19 Zahlen unsicher war, ein Erfolg war. An dieser Stelle möchten wir uns bei allen Akteuren, die mitgewirkt haben für die tolle Zusammenarbeit bedanken. Ebenso möchten wir uns auch für das Verständnis und das Einhalten der Corona-Schutzregeln bei Ihnen allen bedanken!

Wir hoffen es hat Ihnen auch gefallen und Sie konnten wichtige Kontakte knüpfen und wertvolle Informationen mitnehmen!

 



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