Frauen sind häufiger von Demenz betroffen als Männer und doch wird in der Pflege bislang oft wenig berücksichtigt, dass sie die Erkrankung anders erleben. Auch Männer zeigen zum Teil andere Symptome und haben andere Unterstützungsbedarfe. Das neue Forschungsprojekt „ParGenDA“ will genau hier ansetzen und untersuchen, welche Rolle das Geschlecht für den Alltag, die Pflege und die psychosoziale Unterstützung von Menschen mit Demenz spielt.
Das Projekt wird vom Lehrstuhl Pflegewissenschaft der Universität Witten/Herdecke in Zusammenarbeit mit der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e. V. Selbsthilfe Demenz durchgeführt und vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert.
Ziel von ParGenDA ist es, gemeinsam mit Menschen mit Demenz, pflegenden Angehörigen und Fachpersonen aus Pflege und Medizin die wichtigsten offenen Fragen zur geschlechtersensiblen Versorgung zu identifizieren. Über einen Zeitraum von 18 Monaten bringen die Beteiligten ihre Erfahrungen ein. Ein wichtiger Baustein dabei ist die aktuelle Online-Umfrage, die sich an Menschen mit Demenz, pflegende Angehörige und Gesundheitsfachpersonen richtet. Die Teilnahme dauert etwa 10 bis 15 Minuten, die Umfrage ist bis Ende Februar 2026 geöffnet. Ziel ist es, zukünftige Forschung stärker an der Lebensrealität der Betroffenen auszurichten.
Text in Anlehnung an Pressemitteilung der Uni Witten/Herdecke
Bildquelle: iKrUeMeL von pixabay
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