„Miteinander reden: Kommunikation in Selbsthilfe- und Angehörigengruppen“

Teilnehmerinnen des Workshops in einer Gesprächsrunde. Foto LiDS

Am 23.03.2019 fand eine Wiederholungsveranstaltung zum Thema „Miteinander reden: Kommunikation in Selbsthilfe- und Angehörigengruppen“ statt. Wir durften erneut die schönen Räumlichkeiten der Akademie für Palliativ- und Hospizarbeit Dresden nutzen und erfreuten uns an einer regen Teilnahme von Gruppenleiter*innen aus verschiedenen Bereichen der Selbsthilfe- und Angehörigenarbeit. Es trafen sich Leiter*innen aus dem Krankenhausbereich, Beratungs- und Begegnungsstätten und dem Feld der Weiterbildung.  Vertreten waren dabei u.a. Gruppenleiter*innen in der Begleitung von Angehörigen von Menschen mit frontotemporaler Demenz, aus der Seniorenarbeit sowie aus der Beratung und Begleitung von Menschen mit Migrationshintergrund. Durch die Vielfältigkeit gab es interessante Aspekte und Erfahrungen, die als Themen in die Gruppe kamen und in den Pausen weiter ausgetauscht wurden.

Auch zum diesjährigen Treffen konnten wir Frau Gärtner, Trainerin für Kommunikation – Coaching – Supervision aus Halle gewinnen. In ihrer klaren und strukturierten Art vermittelte sie unter anderem, dass es in der Arbeit mit einer Gruppe darauf ankommt, sich darüber klar zu werden, welchen Auftrag und welches Ziel im Fokus steht. Tipps für einen gelungenen Führungsstil, z.B. Dialogempfehlungen wie „Jede/Jeder genießt den gleichen Respekt.“ oder „Ich nehme Unterschiedlichkeiten als Reichtum wahr“ wurden ausgetauscht und als hilfreiche Anregungen aufgenommen. Die Leiter*innen sind für die Befindlichkeiten, Fragen und auch Unstimmigkeiten innerhalb einer Gruppe verantwortlich und so half es in der Weiterbildung zu klären, in welcher Rolle die Leiter*innen gerade gefragt sind und sich für welche Aufgaben in der Verantwortung sehen.

Deutlich wurde den Teilnehmenden, dass es in manchen Situationen wichtig ist, sich abzugrenzen und vielleicht erst einmal eine Pause des Nachdenkens und Besinnens einzulegen. Kleine erfrischende körperbezogene Übungen dazu wurden ganz praktisch ausprobiert. Oftmals gibt ein „nach außen treten und für sich sorgen“, dann wieder Kraft für neue Impulse. Solche Anregungen und Tipps können hilfreich sein, um die sehr anspruchsvolle Arbeit mit einer Gruppe gut gelingen zu lassen.

Um künftig in diesem Austausch zu bleiben sind natürlich Ihre Anliegen und Ihre Erfahrungen eine wertvolle Grundlage. Deshalb scheuen Sie sich nicht, Ihre Fragen oder auch Anregungen für künftige Weiterbildungen an uns zu senden oder uns mitzuteilen.

Ines Süß